CEO Jim Farley in Interview: Ford erwägt europäischen Markt für den Bronco – Der Name Ford Bronco steht wie nur wenige für schwere Offroader und SUV aus den Vereinigten Staaten. Schwer vorstellbar, dass in Zeiten von Nachhaltigkeit und EU-Abgasnormen ein solches Fahrzeug noch auf den europäischen Markt drängen könnte. Doch laut Ford-CEO Jim Farley könnte genau das der Fall sein.

Farley war unlängst beim Goodwood Revival und fuhr dort mit seinem Ford GT40 ein paar Runden. Dabei stand er dem Automagazin „Auto Express“ exklusiv für Fragen zur Verfügung. Die eindeutige Aussage des US-Ford-Bosses: „Ich warte nur, dass die Leute sich entscheiden.“ Mit „die Leute“ meint Farley laut „Auto Express“ Ford of Europe. Auf die Frage des Magazins hin, ob der Bronco überhaupt für den europäischen Markt geeignet sei, reagierte Farley ebenso eindeutig.

Der Ford-CEO wörtlich:

„Absolut. Klar geht das, absolut. Ich sehe überall diese Defender herumfahren – natürlich finde ich, dass das problemlos geht.“ Dass Farley selbst Fan der Bronco-Baureihe ist, steht dabei außer Frage – der Mann besitzt eine große Ford-Sammlung, darunter natürlich auch das neue Modell, aber auch einen klassischen Bronco von 1973, wie „Auto Express“ berichtet.

Der neue Bronco wurde im Sommer 2020 der Weltöffentlichkeit präsentiert und erweist sich seitdem als Verkaufsschlager: Wartelisten sowohl für zweitürige als auch viertürige Varianten erstrecken sich demnach bis ins Jahr 2022. Die Käufer haben die Qual der Wahl zwischen einer Sechszylinder-EcoBoost-Maschine mit 2,7 Litern Hubraum und weit über 325 PS bei 563 Nm Drehmoment oder einer 2,3-Liter-Vierzylinderversion mit rund 300 PS und 441 Nm.

EU-Version?

Unbekannt ist, welcher Antriebsstrang für eine europäische Version zum Einsatz käme, die Experten des Magazins halten aber eine Vierzylinder-Variante für am wahrscheinlichsten. Angedeutete Hinweise, dass Ford einen neuen SUV in Europa auf den Markt bringen wolle, gab es laut „Auto Express“ schon länger. Dieser sollte jedoch vollelektrisch sein. Dabei könnte es sich also um den Bronco handeln, der wäre in Europa dann möglicherweise ein E-SUV.

Auch ist bekannt, dass mit dem Bronco Raptor in den USA eine neue Variante mit einem hochperformanten Sechszylinder und weit über 400 Pferdestärken erscheinen soll. Ob auch diese es nach Europa schaffen könnte, steht ebenso wenig fest. Dies gilt auch für den Preis: In den USA kostet der Ford Bronco in der Standardversion 30.000 US-Dollar – „Auto Express“ vermutet, dass eine europäische Version bei 30.000 Euro einsteigen könnte.

Ebenso liefert das Automagazin einen geschätzten Termin: 2023 könnte es demnach so weit sein.

Quelle: autoexpress.co.uk