Wenn ein Fahrzeug den Namen einer Gestalt wie Beowulf trägt, wird das schon seine Gründe haben. Schau man sich den BvS10 Beowulf an, bekommt man eine Idee, warum sich die Erbauer den einsamen, wandernden nordischen Krieger aus dem Heldengedicht als Namensvorbild gewählt haben. Dieses Outdoor- und Militärfahrzeug wird ebenso wie sein Vorbild spielend mit langen Strecken und jedem Gelände fertig – wie man im Video sieht.

Der BvS10 Beowulf wurde in Schweden von BAE Systems Hagglunds ersonnen und basiert auf dem BvS10 Viking. 2015 wurde ein erster Prototyp der Öffentlichkeit präsentiert. Obschon er vor allem militärischen Zwecken dient, kann er auch den zivilen Markt in unterschiedlichen Funktionen bedienen, etwa als Fahrzeug für Hilfswerke, Feuerwehren oder Wildhüter, um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Bodendruck dieses Fahrzeugs ist durch seine Bauweise verblüffend niedrig

Der BvS10 Beowulf wird mit Schnee, Sand und Marschen gleichsam fertig, erklimmt auch höchste Steigungen, ist ohne Umbauten oder Vorbereitungen amphibisch und tauglich bei jedem Extrem – von Arktiskälte bis zur Hitze des Death Valley. Die vordere Einheit ist dabei ein Viertürer, der Anhänger kann, je nach Version, bis zu sechs weitere Personen, etwa Soldaten, befördern.

Insgesamt kann Beowulf als Transport- oder Rettungsfahrzeug 13 Personen aufnehmen, auch für den Einsatz als Artillerietraktor eignet er sich. Seine Zuladung beträgt maximal acht Tonnen, verteilt zu drei Tonnen für die vordere Einheit und fünf Tonnen für die Achtersektion. Unter der Haube arbeitet ein turbogeladener Cummins-Diesel, der via 6-Gang-Getriebe 275 PS liefert. 

Durch eine flexible Achse und einfache Steuerung braucht ein Fahrer nur Minuten mit einer Einführung, bevor er selbst ans Steuer darf. Die Reichweite des BvS10 Beowulf liegt dabei ohne Zuladung bei bis zu 1000 Km mit einer Tankfüllung, unter Volllast sind es immer noch 400 Km. Dank wasserdichter Karosserie leistet das Vehikel amphibisch knapp 7 Stundenkilometer – und kann für militärische Zwecke auch aus Transportfliegern abgeworfen werden.

Quelle: military-today.com