Auf seinem YouTube Kanal „Jay Leno’s Garage“ stellt der Entertainer immer wieder faszinierende Fahrzeuge und interessante Eigenbauten vor. So auch den Aérolithe, der 1935 bei der Pariser Automobilmesse wie eine Bombe einschlug, bestand seine Karosserie doch aus einer Magnesium-Legierung namens Electron und war für damalige Zeiten ein futuristisches Meisterwerk. Der Wagen aus dem Video stellt einen originalgetreuen Nachbau von Grund auf dar.

Denn selbst die ursprüngliche Electron-Konzeptversion des Aérolithe bringt eine eigene Legende mit sich: Unter ungeklärten Umständen verschwand der Konzeptwagen 1935 kurz nach seinem gefeierten Debüt für immer. Unauffindbar. Die renommierte „Gilde der Autorestauratoren“ aus Ontario in Kanada baute diesen Wagen originalgetreu nach. So getreu, wie es nur ging. Denn:

Den Tüftlern und Konstrukteuren standen gerade einmal elf Bilder des Konzepts zur Verfügung.

Auch das Material der Karosserie stellte die Bastler vor Herausforderungen, da Magnesium schwer zu verarbeiten, und leicht brennbar ist. Daher wurden die Paneele nicht geschweißt, sondern genietet. In einer Dauer zwischen zehn- bis fünfzehntausend Arbeitsstunden entstand so ein Nachbau, der eines der größten Wunderwerke der industriellen Art Deco feiert, das es überhaupt je gegeben hat.

Da der Nachbau auf einem echten Bugatti-Chassis fußt und mit originalem Motor, Getriebe und Hinterachse daherkommt, ist der Nachbau ein „echter“ Aérolithe, so nah es eben am Original geht. Unter der pittoresken Haube, die wie alles am Wagen an Flugzeugteile dieser Zeit erinnert, arbeitet ein 8er-Reihenmotor mit 3,3 Litern Hubraum. Dass man es hier mit einem Konzeptwagen zu tun hat, lässt sich übrigens an der ungelüfteten Kabine und den fehlenden Scheibenwischern gut erkennen.

Man kann Jay Leno um eine Fahrt in diesem atemberaubenden Nachbau trotz dieser fehlenden Komfortfunktionen nur beneiden. Als würde man einen Rembrandt lenken – ein Stück Geschichte mit Lenkrad und möglicherweise der seltenste Wagen der Welt (?).

Quelle: carscoops.com