Brandgefahr: Fahrer bestimmter E-Autos sollen nur mit Abstand parken – Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber leider wahr: Fahrer eines Elektroautos aus dem Hause General Motors sollen ihre Fahrzeuge wegen Brandgefahr nicht mehr in der Garage laden und müssen beim Parken drei Wagenlängen Abstand zu anderen Autos einhalten.

In den vergangenen Monaten waren bereits zahlreiche Elektroautos und Plug-In-Hybride wegen Brandgefahr zurückgerufen worden, allen voran das einstige General Motors-Prestigemodell, der Chevrolet Bolt.

Nach dem Rückruf sämtlicher Fahrzeuge kam es jedoch bei drei Stromern erneut zu technischen Defekten am E-System oder dem Ladegerät, die zu einem Brand führten.

Von daher wurden die Besitzer angewiesen, nicht mehr in der Garage zu parken.

Ein Besitzer eines Bolts hielt sich nicht daran, was dazu führte, das sein Wagen im US-Bundesstaat Georgia gemeinsam mit der Garage in Flammen aufging. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Batteriefeuers auf das Nachbarhaus nur mit Mühe verhindern.

Nach offiziellen Aussagen von General Motors sind bislang zehn Brandfälle bekannt.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA beziffert die Zahl der Fälle hingegen auf 13.

Der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ zufolge geht GM mit seiner Warnung an die Bolt-Kunden von daher nun noch einen Schritt weiter:

Nicht nur sollen diese Garagen meiden, sondern beim Parken auch noch einen Mindestabstand von 15 Metern – also gut drei Wagenlängen – zu anderen parkenden Wagen einhalten.

Um die Gefahr des Entzündens einer Batterie zu verringern, wird zudem geraten, die E-Autos weder ganz vollzuladen, noch unter einen Füllstand von 100 Kilometern Restreichweite zu bringen.

Auch der Opel Ampera-e, ein Schwestermodell des US-Bolt, ist von dem Rückruf betroffen.

Glücklicherweise wurden in Europa jedoch nur sehr wenige Fahrzeuge dieses Modells verkauft.

Die Kosten von rund einer Milliarde Dollar, welche sich im Zuge der Rückrufaktion angehäuft haben, möchte General Motors nun von dem Hersteller der Batterie, LG Chem, erstattet haben.

Der angerichtete Image-Schaden lässt sich wiederum nicht so einfach beziffern.

Quelle: focus.de