Laut amerikanischen Medien gab BMW am vergangenen Freitag einen Rückruf bekannt, von dem 11.700 dieselgetriebene Fahrzeuge der 5er- und 7er-Serie betroffen waren, nachdem bekannt wurde, dass eine falsche Programmierung installiert wurde. „Im Zuge interner Tests hat die BMW Group festgestellt, dass fälschlicherweise ein richtig entwickeltes Softwareupdate bestimmten ungeeigneten Modellversionen zugeordnet wurde“, teilte der Autohersteller in einer offiziellen Stellungnahme mit. „Die BMW Group hat die zuständigen Behörden umgehend informiert.“

Dies mag zunächst nach einem ehrlichen, wenn auch etwas ungewöhnlichen Fehler klingen, da BMW für Qualität und Liebe zum Detail steht. Doch kurz bevor BMW den Rückruf herausbrachte, veröffentlichte der „Spiegel“ einen Bericht, in dem stand, dass BMW eine Software installiert hatte, um die Emissionen von schädlichen Gasen wie Stickstoffoxid zu manipulieren. 

Kommt euch bekannt vor? Natürlich tut es das: Volkswagen gab seinerzeit solch eine Manipulation zu und bezahlte einen hohen Preis für diese Mauscheleien, der Skandal hallt bis heute nach. Er resultierte in Rückrufen und Geldstrafen und brachte andere damit verbundene Kosten in Höhe von 31,7 Milliarden Dollar mit sich. BMW hat jedoch wiederholt den Einbau sogenannter „Abschaltgeräte“, wie VW sie genutzt hatte, bei seinen Dieselfahrzeugen dementiert.

Für diesen Rückruf hat BMW nur die Anzahl und Modelljahre der betroffenen 5er- und 7er-Reihe angegeben, die von Hochleistungsdieseln und drei Turboladern angetrieben werden. Wo genau diese Fahrzeuge stehen, ist aber noch unbekannt. Interessant wäre es hierbei, herauszufinden, ob dieses falsche Motorsoftware-Problem in einem Zusammenhang mit den Vorwürfen bezüglich Dieselemissionen steht. Der Zeitpunkt für den Bericht des „Spiegel“ sowie der eigentliche Rückruf könnten durchaus zufällig sein oder auch nicht.

Quelle: carbuzz.com