Der Automobilhersteller BMW sieht sich aufgrund eines möglichen Schadens am Bremskraftverstärker dazu gezwungen, eine Rückrufaktion zu starten. Grund für den Defekt sei eine Unterbrechung der Ölversorgung, weswegen die Bremsunterstützung nicht optimal funktioniere, wie die Münchner befürchten.

Zu den betroffenen Fahrzeugen gehören die Modelle der 1er-, 3er- und 5er-Baureihe, X1- und X3-SUV und Z-4-Sportwagen aus den Baujahren 2012 und 2013. Insgesamt werden rund 176.000 Autos zurückgerufen, wovon ein Großteil in den USA verkauft wurde. Während in Deutschland 6.800 Autos betroffen sind, werden in den USA mehr als 76.200 Autos zurückgerufen. Keine schöne Situation für BMW, denn in den USA hat das Unternehmen schon länger mit Image-Problemen zu kämpfen.

Erst am Montag machte BMW durch eine weitere Rückrufaktion negative Schlagzeilen, denn in China, dem Markt, auf dem BMW derzeit die meisten Autos verkauft, musste das Münchner Unternehmen 76.000 Modelle der 5er-Reihe zurückrufen. Grund dafür war eine fehlerhafte Steckverbindung in den Rücklichtern.

Im Rahmen des aktuellen Problems wurden entsprechende Fahrer per Post vom Konzern informiert, ob das Fahrzeug repariert werden muss. Ein Schaden am Bremskraftverstärker macht sich durch erschwertes Bremsen bemerkbar, sprich man muss weitaus stärker auf das Pedal treten.