Wer einmal einen Kriegsfilm gesehen hat, in dem Panzer zum Einsatz kommen, der weiß, dass es für den durchschnittlichen Fußsoldaten schier uneinnehmbare, rollende Festungen sind. Unaufhaltsam kriechen die Stahlmonster auf ihren Ketten vorwärts und … Von wegen, „kriechen“. Das mag vor vielen Jahren so gewesen sein, aber ein moderner Kampfpanzer hat einen ganz schönen Dampf drauf. Nehmt nur zum Beispiel dieses Video.

Hier erleben wir die sechste Panzerkompanie des vierzehnten Panzerbataillons der österreichischen Armee. Präziser: Hier erleben wir einige Kampfpanzer des Typs Leopard 2A4 besagter Kompanie auf einem Kurs für Präzisionsfahren, die aber nicht von den Österreichern, sondern von US-Truppen des „7th Army Training Command“ (ATC) gelenkt werden.

Das Video entstand im Zuge der „Strong Europe Tank Challenge“

Auf dem Trainingsareal des 7th ATC, genauer: am 5. Juni 2018 im deutschen Grafenwöhr. Wer bis zu diesem Video also auch annahm, dass so ein Kampfpanzer ein kriechender, schlecht zu manövrierender Koloss ist, wird leider umdenken müssen, denn die Herren hier mit den Leoparden nehmen uns diesbezüglich jede Illusion. Auch was die reine Mischung aus Power und Gewicht angeht, fährt der Clip – man verzeihe das Wortspiel – schwere Geschütze auf:

Komplett unbeeindruckt rast so ein Leo II durch in Form von Autowracks platzierte Hindernisse hindurch oder walzt sie binnen eines Herzschlags platt. Für die Männer an Bord dürfte sich das ungefähr so angefühlt haben: Schütze 1: „War da gerade was?“ Schütze 2: „Nee, wieso, wat war denn?“ S1: „Hat geruckelt, glaub ich.“ S2: „Hab nix gemerkt.“  Beeindruckende Bilder.