Benzin: Preise schießen auf Sieben-Jahres-Hoch – Wer derzeit vielerorts auf die Tanksäule schaut, wird nicht drum herum kommen, die hohen Preise für Benzin und Diesel zu bemerken. Seit Monaten schon gehen die Kosten fürs Tanken nicht runter. Mittlerweile befindet sich der Benzinpreis laut ADAC sogar auf einem Sieben-Jahres-Hoch. So zahlte man im Juli für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,547 Euro.

Mehr zahlte man in den letzten sieben Jahren nicht. Präziser: Das letzte Mal im Juli 2014, wo der Preis bei 1,55 Euro lag. Wobei auch Dieselfahrer weiterhin tiefer in die Tasche greifen müssen. Denn im Juli zahlte man durchschnittlich 1,389 Euro pro Liter Diesel. Das letzte Mal, wo man mehr zahlte, war im November 2018 mit 1,431 Euro pro Liter.

Kein Ende der explodierenden Spritpreise in Sicht

Generell stieg der Benzinpreis für Super E10 gegenüber dem Vormonat Juni 2021 um ganze vier Cent, bei Diesel sogar um 2,6 Cent. Schaut man auf das bisherige Jahr 2021, zieht sich der Trend der immer steigenden Benzinpreise wie ein roter Faden durch die Monate. Von Januar bis Juli zahlte man 26 Prozent mehr, für Diesel stiegen die Preise in diesem Zeitraum um 29 Prozent.

Grund für die hohen Spritpreise ist laut ADAC vor allem der stark gestiegene Ölpreis. ADAC-Sprecher Andreas Hölzel begründete die hohen Spritpreise gegenüber „Bild“ zum einen mit den stark gestiegenen Ölpreisen und „Auch die CO2-Bepreisung und die erhöhte Nachfrage durch den Reiseverkehr im Sommer spielen eine Rolle. […] Für viele Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, ist der hohe Spritpreis schwer zu schultern.“

Große Parteien wollen CO2-Preis weiter massiv anheben

Das Schlimme an der ganzen Sache ist zudem, das aktuell kein Ende der explodierenden Spritpreise in Sicht ist. Schließlich planen die großen Parteien, den CO2-Preis für den Klimaschutz weiter massiv anzuheben. So sagte zum Beispiel Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, dass man die CO2-Emissionen im Verkehr mit 60 Euro pro Tonne bepreist will. Umgerechnet wären das rund zehn Cent mehr pro Liter.

Rohstoff-Experte Eugen Weinberg (Commerzbank) sagte diesbezüglich zur „Bild“: „Wenn die Parteien ihre Pläne bei der CO2-Bepreisung durchsetzen und zudem der Ölpreis weiterhin steigt, dann ist ein Benzinpreis von zwei Euro in naher Zukunft möglich. Auch bei Diesel ist der Anstieg auf 1,50 Euro je Liter wahrscheinlich.“

Quelle: Bild