Gefühlt bewegen sich die Spritpreise bereits seit Monaten auf einem Rekordhoch – und das Ganze könnte noch schlimmer werden. Denn im Bundesumweltministerium überlegt man wohl, Benzin und Diesel noch teurer zu machen als ohnehin schon. Zumindest, wenn es nach Staatssekretär Jochen Flasbarth geht. Gegenüber dem ARD-Mittagsmagazin offenbarte er seine Pläne:

„Es kann doch nicht sein, dass wir den Strom, der immer erneuerbarer wird, höher besteuern, während wir die Energieträger Heizöl und Sprit relativ niedrig besteuern“, so Flasbarth in der Sendung vom 8. Oktober. Eine solche Erhöhung würde dem Politiker zufolge Anreize bieten, dass Fahrer auf nachhaltigere Systeme wie etwa Elektromotoren umsatteln. Dies würde auch beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen helfen.

Mehr als zwei Euro pro Liter?

Dieser müsse „schneller kommen, als wir das bisher gedacht haben, als das mancher wahrhaben wollte“, betont Flasbarth. Momentan liegt ein Steuerbetrag von 65,45 Cent für Benzin bzw. 47,04 Cent für Diesel an. Im Falle einer Erhöhung könnte der Spritpreis demnach leicht auf einen Gesamtbetrag von über zwei Euro anschwellen. Und das, obwohl laut ADAC Deutschland bereits jetzt den vierthöchsten Spritpreis der EU Länder anlegt.

Den monatlichen ADAC-Spritpreis-Vergleichen zufolge verzeichnete der Benzinpreis mit durchschnittlich 1,50 Euro pro Liter im Oktober bereits einen Preisanstieg um knapp 3,2 Cent im Vergleich zum September – und der Trend geht weiter aufwärts. Laut Experten liegt dies momentan an den stark schwankenden Rohölpreisen, aber auch an zurückgehenden Gesamt-Fördermengen von Rohöl in den OPEC-Ländern.

Die Wirtschaftskrise in Venezuela, dem weltweit erdölreichsten Land, ist dafür ebenso mit verantwortlich.

Quelle: chip.de