Wer glaubt, verstopfte Straßen, lästigen Stadtverkehr und kilometerlange Staus gäbe es nur in unserem hochmodernen Zeitalter der Post-2000er, der irrt. Schon in den 70er Jahren, lange vor Mikroflitzern wie dem Smart, erwogen die Autodesigner Winz-Mobile, die den Anforderungen von Parkplatzsuche und geringem Kraftstoffverbrauch genügen sollten. Eine der kleinsten Varianten aus der Zeit ist der „Baldi Frog“.

Hergestellt wurde der Zwerg von der italienischen Carrozzeria G.A.M.C. Baldi aus dem italienischen San Remo. Für seine Zeit ein fortschrittliches Fahrzeug mit einer Fiberglas-/Polyesterkarosserie, einem Dach aus Stoffgewebe und einem verkleinerten Motor. Es bot lediglich zwei Passagieren Platz. Gerade einmal 215 Zentimeter Länge maß der Frog – und war damit sogar 82 Zentimeter kürzer als der Fiat 500.

Gerade einmal 1000 Pfund Gewicht

Der Vergleich kommt nicht von ungefähr, denn der Baldi Frog fußte auf dem Chassis des 500ers und auf Technologien, die im 500 und im 850er zum Einsatz kamen, darunter Heckscheinwerfer oder dessen (invertierte) Seitenfenster.

Drei Motoren standen zur Auswahl, die von einem 125cc BCB-Lambretta-Motor bis hin zu Fiat-500-Motoren mit 595cc reichten. Es gab so gut wie keinen Komfort an Bord, ebenso war die Instrumentenanzahl mit Tacho/Km-Zähler und ein paar Leuchten überschaubar.

Auf dem Pariser Autosalon 1973 wurde der Wagen der Öffentlichkeit präsentiert und mit gemischten Gefühlen aufgenommen – manche zeigten sich begeistert, doch kommerzieller Erfolg blieb dem Fahrzeug verwehrt.

Es wurden in zwei Jahren nur 300 Stück des Baldi Frog gefertigt, dann war Schluss. Baldi stellte noch andere Fahrzeugüberarbeitungen her, doch der Frog sollte der größte Erfolg der Schmiede werden.

Heute ist der Wagen ein begehrtes Sammlerstück, im Video sehen wir eine 75er-Version.

Quelle: baldifrog.com