Es ist wohl leider nicht von der Hand zu weisen, dass heftige Unwetter in unseren Breitengraden immer häufiger auftreten. Damit eingehergehend ist oft auch von heftigen Hagelfällen die Rede, dem natürlichen Feind des Autos. Im Zuge einer Studie hat das Allianz Zentrum für Technik nun getestet, welchen Schaden Hagelkörner unterschiedlicher Größe auf die verschiedenen Materialen im Autobau haben.

Hagelkörner können so groß wie Tennisbälle und satte 130 km/h schnell werden. Um derartige Wetterverhältnisse zu simulieren, bediente man sich einer Druckluftkanone und schoss mit Eiskugeln von drei bis sieben Zentimeter Durchmesser auf diverse Fahrzeugoberflächen.

Wie sich zeigte, können bereits Hagelkörner mit drei Zentimeter Durchmesser Schäden verursachen, die üblicherweise aber noch leicht zu beheben sind. Kommt es jedoch zu heftigen Dellen oder gar Rissen, muss das Dach laut den Experten ausgetauscht werden.

Wohl dem, dessen Auto aus Carbon gebaut ist, welches im Test deutlich besser abschnitt als Aluminium oder Stahl. Kleinere Hagelkörner hinterließen keinerlei Schäden im Carbon-Dach. Erst ab einer Größe von fünf Zentimetern kam es zu ersten Dellen und Rissen.

Freilich sind auch Windschutzscheiben und Fenster anfällig für Hagelschäden. Bereits ab vier Zentimetern Durchmesser kam es unter Testbedingungen zu gefährlichem Glasbruch, bei dem sich die Risse von der Aufschlagstelle über die Scheibe hinweg ausbreiteten.

Und wo die Herren schon gerade dabei waren, testen sie im Rahmen der Versuchsreihe auch gleich noch einen Fahrradhelm. Mit erschreckendem Ergebnis: Denn dieser zerbarst beim Aufprall eines sechs Zentimeter großen Hagelkornes ungehindert.

Quelle: focus.de