Dass der Deutsche sein Auto mehr liebt als seine eigene Mutter oder Partnerin, ist schon länger bekannt. Nun ist jedoch eines klargeworden: Die Deutschen wollen auch immer schnellere Autos – mit immer mehr PS unter der Motorhaube – mit denen sie durch die Gegend heizen können. Schließlich wird auf den Autobahnen und Landstraßen am liebsten gerast.

Das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen hat die durchschnittliche PS-Zahl von in diesem Jahr zugelassenen Autos auf 141 datiert. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 138 PS. 1995 waren es sogar schlappe 95 Pferdestärken.

Der Wandel mag jedoch auch dadurch zustande kommen, dass die Autos generell immer mehr Leistung haben – und nicht, weil die Kunden dies auch tatsächlich unbedingt wollen. Ein Porsche 911 in den 1970er Jahren hatte zum Beispiel nur 130 PS – für heutige Verhältnisse sehr wenig.