Nach der Wirtschaftskrise steckte auch die Automobilindustrie in Schwierigkeiten. Niemand hatte das nötige Kleingeld, um sich einen Neuwagen zu leisten. Selbst die berüchtigte Abwrackprämie hat nicht viel zur Besserung beigetragen. Nun scheint sich die Lage jedoch zu stabilisieren. In nächster Zeit wird wieder mit hohen Absätzen gerechnet.

Das rekordverdächtige Niveau von 2007 mit 16 Millionen Wagenneuzulassungen werde man wohl jedoch nicht erreichen, meint Felix Kuhnert von der Beratungsgesellschaft PwC.

Dennoch sollen, wenn man den Prognosen Glauben schenken darf, in diesem Jahr rund 12,1 Millionen Neuwagen in Europa zugelassen werden. 2019 erwartet man sogar Verkäufe in Höhe von 14,9 Millionen Fahrzeugen.

"Die Automobilmärkte der westlichen Industriestaaten sind weitgehend gesättigt", erklärt Kuhnert. "Die von uns prognostizierten Zuwachsraten ergeben sich in erster Linie aus einem hohen Ersatzbedarf - vor allem in Europa haben Autobesitzer eine fällige Neuanschaffung aufgrund der Wirtschaftskrise hinausgezögert."

Rosiger sieht es in China aus. Dort werden die Verkäufe vermutlich von 18,1 Millionen auf unglaubliche 27,7 Millionen ansteigen. Dies macht den chinesischen Markt 2019 so groß, wie der Markt der USA und von Westeuropa zusammen.