Glaubt man an Klischees, könnte dieser Bericht auch die Überschrift „Deutschlands Penisse schrumpfen“ lauten. Denn aus einer kürzlich veröffentlichten Studie aus Duisburg geht hervor, dass sich leistungsstarke PS-Monster bei den Neuwagen hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreuen.

O-Ton der Studie des von Ferdinand Dudenhöffer geleiteten CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen: „Gekauft werden vermehrt Fahrzeuge mit höherer Motorleistung und größere Fahrzeuge wie sportliche Geländewagen.“

Den Ergebnissen zufolge beträgt die durchschnittliche Motorstärke von Neuwagen inzwischen 143 PS (105 kW). Als einer der Gründe dafür wird genannt, dass sich schwere Geländewagen (SUV) immer stärker durchsetzen, was wiederum durch die zuletzt äußerst niedrigen Benzinpreise begünstigt wurde.

Klingt nach einer Menge Spaß auf deutschen Straßen und auch abseits davon, ist aber schlecht für die Umwelt. In dem Bericht heißt es, „alternative Antriebe wie Erd- oder Flüssiggas und Elektroantriebe“ würden „zu Mauerblümchen degenerieren“.

Des Weiteren warnt die Studie, dass die aktuelle Gewinnspanne für die Autobauer schon bald zum Problem werden könnte. Denn ab 2022 gelten in der EU Vorgaben, welche den durchschnittlich erlaubten CO2-Ausstoß von den bisherigen 130 Gramm pro Kilometer auf 95 Gramm absenken. Tja, und wenn die Hersteller sich nicht daran halten, wird es teuer.

Fotos: TonyV3112 / Sean Donohue Photo / Shutterstock.com