Autofahrer dreht durch: Verfolgt Mann und greift mit Brecheisen an – Filme wie „Unhinged – Außer Kontrolle“ zeigen in dramatischen Bildern auf, was passieren kann, wenn man im Straßenverkehr an den Falschen gerät. Nun sollte man meinen, dass derartige Szenarien filmtypisch vollkommen überzeichnet sind. Wie sich jedoch immer wieder zeigt, grassiert der Wahnsinn tatsächlich schon längst auf den Straßen.

Auch hier in Deutschland, wie ein Vorfall in der Nähe von Aschaffenburg beweist

Laut Polizeibericht war ein 27-jähriger Autofahrer an einem Freitag auf der A45 bei Alzenau unterwegs, als sein Vordermann plötzlich stark abbremste. Der Mann fühlte sich von dem Manöver so derart provoziert, dass er die Verfolgung des 21-jährigen Autofahrers aufnahm, der bei der Ausfahrt Alzenau-Mitte abfuhr.

Als der junge Mann dies bemerkte, versuchte er zu flüchten, woraufhin es zu einer regelrechten Verfolgungsjagd kam, im Zuge derer der 27-Jährige wiederholt bis auf einen Meter auffuhr. Der wütende Fahrer versuchte schließlich, sein Opfer zu überholen, um es auszubremsen, stieß dabei jedoch mit der Seite gegen den anderen Wagen.

Die Autos kamen zum Stehen

Der 27-Jährige stieg daraufhin mit einem Brecheisen aus, um auf den 21-Jährigen loszugehen, dem es jedoch nicht nur gelang, den Angriff abzuwehren, sondern auch, den Angreifer zu Fall zu bringen. Er nahm ihm die Eisenstange ab und trat mehrmals auf den nun wehrlosen 27-Jährigen ein.

Ob sein 18 Jahre alter Beifahrer – der neben der 16-jährigen Freundin des Fahrers mit im Auto saß – den 21-Jährigen unterstützt hat, geht aus dem vorliegenden Bericht nicht hervor. Dass dieser sich wegen gegenseitiger Körperverletzung ebenfalls wird verantworten müssen, lässt jedoch darauf schließen.

Der 27-Jährige war alleine unterwegs

Ihn erwartet nun außerdem eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Seinen Führerschein ist er ebenfalls los.

Der Polizei zufolge widersprechen sich die Aussagen der Fahrer. Fakt ist aber, dass sich beide bei der Rangelei Prellungen und Schürfwunden zuzogen. Zudem kam es an den Fahrzeugen zu einem Sachschaden von 1.000 Euro.

Quelle: focus.de