Schlechte Nachricht Jungs: Wer von euch sich für einen sicheren Autofahrer hält, der ist faktisch einem Irrtum unterlegen. Das haben laut dem Technikmagazin Wired schwedische Forscher herausgefunden, die genau wissen wollten, warum wir dazu neigen, Fahrzeuge eher ruckhaft als geschmeidig zu lenken. Wie sich gezeigt hat, liegt die Antwort tief in unserem Gehirn verborgen.

Der Verkehrsforscher Ola Benderius aus Göteborg behauptet, dass uns eine unsichere Fahrweise angeboren ist und erläutert: „Menschen steuern ihr Auto oder Moped nicht kontinuierlich, sondern sie korrigieren immer wieder neu.“

Dies ergab sich nach einer Untersuchung des Fahrverhaltens von Auto- und LKW-Fahrern auf Teststrecken und öffentlichen Straßen. Dabei wurden sowohl die Lenkradbewegungen als auch die Muskelbewegungen der Fahrer gemessen, wenn diese einem Hindernis ausweichen mussten. Das Ergebnis: Die Steuereingaben der Fahrer dauern immer rund 0.4 Sekunden – egal ob die Bewegung klein oder groß ist.

Doch warum gerade diese Zahl?
Auf der Suche nach einer Antwort besuchten Benderius und sein Kollege eine Vorlesung zur Arbeitsweise des Gehirns beim Greifen nach Gegenständen. Und siehe da: 0,4 Sekunden entspricht ziemlich genau der typischen Länge von angeborenen Motorikprogrammen, auf die alle Menschen von Natur aus programmiert sind. „Das Besondere an diesen Programmen ist, dass das Gehirn die Bewegungen erst wieder korrigieren kann, wenn das Programm ganz abgelaufen ist“, so Brenderius.

Ob uns das im Falle eines selbstverschuldeten Unfalles vor Gericht hilft, bleibt natürlich fraglich, aber gut zu wissen ist es trotzdem. Wieder was gelernt.