Ähnlich wie die Obermuftis der Kirche damals über Galileo Galilei lachten, weil der Bengel doch allen Ernstes behauptete, die Erde sei eine Kugel, haben wir uns vor gar nicht allzu langer Zeit noch herzlich über Frauen am Steuer amüsiert, und tun es ehrlich gesagt noch immer. Dabei ist mittlerweile längst bewiesen, dass die Ladys weit sicherer fahren.

Auch die britische Versicherung Sheila's Wheels ist sich der nicht von der Hand zu weisenden Statistik über geschlechterspezifisches Fahrverhalten bewusst. Dort ärgert man sich nämlich ganz besonders über all die Kerle, die Auto fahren, als kloppe ein Neandertaler mit einem Stock auf einem Felsen herum, schließlich hat der Verein fast nur Frauen in der Kartei.

Dieser Umstand, diese frauenverachtenden Verhältnisse wollte man nicht hinnehmen. Eine Lösung musste her, eine gute, die Sinn ergibt, und wurde auch gefunden. Damit diese sich also nun nicht mehr mit uns Verkehrslegasthenikern herumschlagen müssen, fordert die Versicherung … Aaaaachtung … eine rosa Fahrspur, nur für Frauen!

Fantastisch! Dass da keiner vorher drauf gekommen ist. Wenn man das mal weiterdenkt, erschließen sich ungeahnte Möglichkeiten. Wie wäre es zum Beispiel mit (Achtung Satire!) einer ganz dolle bunten Spur für spielende Kinder? Oder einer Regenbogen-Spur wie in Mario Kart für unsere homosexuellen Freunde? Oder einer mit ganz vielen Rampen, für Behinderte? Oder eine, die geradewegs nach Mekka führt, für Muslime? Darf es vielleicht auch eine schwarze Spur für dunkelhäutige Autofahrer sein!?

Herzlichen Glückwunsch Sheila's Wheels für diesen wichtigen Schritt zurück in Richtung Geschlechtertrennung! Abgetrennte, und vor allem rosa markierte Bereiche liegen absolut im Sinne der Emanzipation.

Also Ladys, holt eure BHs mal schnell wieder aus dem Feuer!