Man möchte kaum glauben, was man in diesem Video sieht und denkt an einen Trick: Ein in der Mitte so stark eingedrückter VW-Bulli, dass er förmlich halbiert aussieht, fährt aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz „quicklebendig“ durch die Gegend. Das muss ein Trick sein, der Wagen ist ein Scherzumbau, möchte man meinen – und irrt sich doch. Mag sein, dass Volkswagen wegen des Dieselskandals gerade nicht aus den schlechten Schlagzeilen herauszukommen scheint – doch an dem ultra-stabilen Fahrzeug aus dem Video sieht man, dass es dem Unternehmen an baulicher Qualität nicht gemangelt hat …

Der weiße VW T2c, den ihr hier herumtuckern seht, stammt aus Braislien und wird in den sozialen Netzwerken bereits als mustergültiges Beispiel deutscher Handwerkskunst und Automobiltechnik abgefeiert. Der Grund: Auch in Südbrasilien wütete zur Zeit unseres verheerenden Sturms „Xavier“ ein Unwetter. Im Bundesstaat Santa Catarina entwurzelte der starke Wind einen Baum, der den armen Bulli genau in der Leibesmitte erwischte. Nun ist der „halbierte“ T2c ein echter Star in den sozialen Netzwerken. Seine Fans legen VW nahe, sich das Fahrzeug als Beweismittel deutscher Ingenieurskunst und Werbeträger zu sichern, da es ja „nur ein paar Kratzer“ habe.

Was nun mit dem Wagen geschehen wird, ist allerdings noch unklar. Im Video sieht man, dass der Baum das Wagendach beinahe bis ins Bodenblech gerammt hat – noch deutlicher wird das auf Fotos der Facebook-Seite „Santa Catarina in Bildern“. In der Gegend traf es nicht von ungefähr einen solchen Transporter, der T2c ist dort noch extrem verbreitet. In dieser Region Südbrasiliens leben nach wie vor viele Deutschstämmige, für die Volkswagen auch nach 1979 noch Transporter dieser Baureihe konstruierte. Über 2,5 Millionen Modelle baute das Unternehmen bis 2013 noch, lange nachdem für den T2c in Deutschland Schluss war.

Quelle: Der Westen