Porsche hat den neuen 911 GT3 RS während der Test-Pool-Sessions auf dem Nürburgring aggressiv ausgearbeitet, und es geht das Gerücht um, dass ein rot-grünes Weissach-Auto seinem Turbo-Bruder unterhalb des siebenminütigen Nordschleifen-Rekords gefolgt ist. Der RS legte vor Kurzem eine schillernde Serie von Runden vor, die alle unter sieben Minuten lagen – mit der schnellsten Taktung bei 6:56.

Wenn das stimmt, wäre er eine volle Sekunde schneller als der 918 Spyder, aber neun Sekunden langsamer als der GT2 RS. Nach dem Helm zu schließen saß Lars Kern wieder am Steuer. Kern war der Verrückte, der für den Rekordlauf des GT2 RS im September verantwortlich zeichnete. 

Die neueste Version des altehrwürdigen 911 GT3 RS wird von einem Saugmotor mit 4,0 Litern Hubraum und 512 PS angetrieben. Die Tatsache, dass sie die Sieben-Minuten-Grenze ohne die Hilfe der erzwungenen Induktion durchbrochen hat, ist irgendwie absurd.

Ganz zu schweigen davon, dass die amerikanische Corvette ZR1 zu kämpfen hat, gerade mal an der 7:10-Minuten-Grenze zu kratzen. Der 2019 GT3 RS wird bei knapp 180.000 Euro angesiedelt – das Weissach-Paket schlägt mit weiteren 16.000 zu Buche, die Magnesiumräder mit noch mal 12.000. Niemand hat je behauptet, dass Geschwindigkeit preiswert zu haben sei.