Es ist ein unterhaltsamer Trend: Brillante Auto-Konstrukteure statten höchst unpassende oder alltägliche Fahrzeuge mit überzogen starken Motoren aus und erschaffen so Uralt-BMWs oder VW Käfer, die Supersportwagen im Drag Race aus dem Stand verblasen können. Die Krönung dieser Kunstform: Ultrakleine Kleinwagen auf eine solche Weise zu übermotorisieren. Auf dem diesjährigen Goodwood-Festival wurde dies auf die Spitze getrieben.

Die Schöpfer bei Aston Martin stopften einen V8-Motor in ein kleines Cygnet-Stadtauto, das kaum größer ist als der Smart. Im Video erlebt ihr, was für einen satten Sound der Zwerg auf dem Festival-Rundkurs entfesselte. Das liegt daran, dass darin eine 4,7-L-V8-Maschine aus einem alten Aston Martin Vantage S werkelt. Das neue, feurige Herz des Kleinstwagens entfesselt atemberaubende 430 PS auf kleinstem Raum.

Eine Heidenarbeit

Bei einem Drehmoment von 361 lb-ft, wohlgemerkt. Angesichts der Tatsache, dass die Basis dieses Projekts ein Kleinstwagen vom Typ Toyota Scion iQ ist, der gerade mal eine knappe Tonne Gewicht auf die Waage bringt, ein monströses Übermaß an Kraft. Für ihren Umbau mussten die Ingenieure von Aston eine ganze Menge Know-how einsetzen und den Toyota von Grund auf überarbeiten:

Ein Überrollkäfig musste eingespeist, ein neuer Getriebetunnel gelegt und der Körper des Cygnet auf eine Vantage-S-Basis verfrachtet werden, um den Motor aufnehmen zu können. Siebengang-Automatik, Pedaleinheit und Bremssystem stammen original vom Vantage, das gesamte Heck des Cygnet, Kofferraum etc., durfte für den Tank herhalten. Es hat sich gelohnt: Die Umbauten katapultieren den Kraft-Gnom in 4,2 Sekunden von Null auf Hundert.

Quelle: jalopnik.com