Roland Gumpert, der deutsche Ingenieur hinter dem Supersportwagen Gumpert Apollo, ist zurück mit einem brandneuen Supercar. Anfang dieses Jahrzehnts hatte die Firma Gumpert finanzielle Probleme, wurde aber 2016 von neuen Investoren gerettet und in Apollo Automobili umgewandelt. Apollo brachte ja unlängst das Hypercar Intensa Emozione. Gumpert verließ Apollo kurz nach der Übernahme, um ein neues Auto-Projekt zu beginnen. Auf der Beijing Motor Show enthüllte er unlängst, woran er gearbeitet hat.

Der neue Wagen heißt RG Nathalie, ein revolutionärer Elektrosportwagen, der im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Gumpert und dem chinesischen Elektro-Startup Aiways gebaut wurde. Der RG Nathalie, der nach einer von Gumperts Töchtern benannt ist, hat vier Elektromotoren. Aber sie nicht batteriebetrieben. Stattdessen verwendet der RG Nathalie einen Wasserstoff-Brennstoffzellenstapel, der die Elektrizität erzeugt, um die Motoren anzutreiben. 

Da Wasserstofftankstellen weltweit knapp sind, haben Gumpert und Aiways einen Methanolreformer implementiert. Dieser nimmt Methanol auf und ist in der Lage, es in Kohlendioxid zu spalten, welches in die Luft freigesetzt wird, während Wasserstoff in die Brennstoffzelle geschleust wird. Mit diesem Setup wird der RG Nathalie in rund 2,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und bei 300 km/h die Höchstgeschwindigkeit erreichen.

Gumpert behauptet auch, dass der elektrische Sportwagen eine Reichweite von 370 Meilen erzielen wird – und das bei schneller Fahrt. Fährt man im Eco-Modus, soll sich die Reichweite beinahe verdoppeln. Wie beim Gumpert Apollo wird auch die Vorderfront des RG Nathalie von scharfen Linien und großen Einschnitten dominiert. 

Der Wagen stellt ebenfalls mattschwarze Räder, ein kantiges Dach sowie LED-Rücklichter zur Schau. Lieferungen für den RG Nathalie werden voraussichtlich im Jahr 2019 beginnen, wobei die Preise näher am Starttermin bekannt gegeben werden sollen. Angesichts der fortschrittlichen Technologie kann man erwarten, dass dies ein teurer Spaß wird.