Wir sind in diesem Video von einer Berliner Rennstrecke die Einzigen, die mit im Cockpit sitzen – denn der Rennwagen, der hier mit gut 200 Sachen seine Runden dreht, ist fahrerlos. Ein autonomer Bolide, dessen Fahrvermögen man mit eigenen Augen gesehen haben sollte. Es ist schon atemberaubend, welche Quantensprünge diese Technologie macht.

Monatelang tröpfeln Videos der Hersteller ins Netz, in denen man sich als Laie einen Überblick von den voranschreitenden Fortschritten in Sachen „autonomes Fahren“ machen kann. Es ist ebenso beeindruckend wie gruselig, mit anzusehen, wie so ein Auto Knight-Rider-mäßig alleine über Land düst. Noch imponierender ist das, was die smarten Jungs und Mädels aus dem Hause Roborace auf die Beine beziehungsweise Räder gestellt haben. Die feilen an einem Rennwagen, der ohne Fahrer auskommt – autonomer Motorsport. Als Testplattform für ihre Hard- und Software dient den Entwicklern dabei ein rollendes Versuchskaninchen, das auf den Namen „Devbot“ hört.

Wie ihr im Video sehen könnt, ist der Wagen dabei beeindruckend vorangeschritten: Auf der neuen „Formel-E-Strecke“ des ehemaligen Flughafengeländes Berlin Tempelhof wird er getestet und wir sind als Zuschauer mit Cockpitkamera dabei. Sicher, unter- und übersteuern oder Drifts sind für das Robothirn noch nicht drin. Noch nicht. Denn der fahrerlose Bolide lässt mit 199 km/h Spitze bereits ordentlich die Karbonmuskeln spielen – doch die Entwickler wollen mehr. Sie peilen als Nächstes 305 km/h an, nachdem der Devbot nun ganze Runden alleine bei hohem Tempo fahren kann.

Wie das Ganze von außen aussieht, erlebt ihr übrigens in diesem begleitenden Video.