Auto-Strom aus Kuh-Methan: BMW tut sich mit Agrarunternehmen zusammen – BMW hat jüngst bekanntgegeben, für seine erneuerbaren Energieprojekte mit Milchbauernhöfen zu kooperieren. Auf diese Weise möchte man Elektrizität erzeugen, mit der wiederum E-Fahrzeuge angetrieben werden sollen.

Für das Unterfangen hat man sich in den USA mit der Unternehmensgruppe California Bioenergy (CalBio) zusammengeschlossen. Man wird mit einem System namens „Bar 20 Dairy“ arbeiten. Dabei handelt es sich um eine smarte Klimalösung, die auf technologischem Wege Methan aus Kuhdung gewinnt und wiederum in elektrische Energie umwandelt. Zugleich werden die Methanemissionen reduziert.

Methanemissionen sind maßgebliche Treibhausgase:

Im Zusammenspiel mit der erzeugten Energie soll die Verringerung dieser Emissionen dabei einer Antriebsleistung von 17.000 Elektrofahrzeugen jährlich entsprechen. Der Bauernhof, auf dem „Bar 20 Dairy“ zum Einsatz kommt, ist insofern einzigartig, als dass das System auf Brennstoffzellentechnologie basiert. Auf diese Weise kann es doppelt so viel Strom aus der gleichen Menge Biogas erzeugen wie konventionelle Generatoren, wie „Carscoops“ berichtet.

Damit gilt es schon jetzt als eine der saubersten Energiequellen in dem US-Bundesstaat. Bei BMW of North America zeigte man sich erfreut über das Joint Venture: „Wir hoffen, dass wir dieses zukunftsweisende Modell in Zukunft weiter ausbauen können, um weitere Investitionen in Biogasanlagen auf Farmen in den USA zu tätigen und den Fahrern von Elektrofahrzeugen weiterhin saubere Energie zur Verfügung zu stellen“, so Adam Langton, Energy Services Manager, Connected eMobility.

Nicht nur verbessert das Projekt die Umweltbilanz des Unternehmens:

Es bildet auch eine weitere Einkommensquelle für die beteiligten Landwirte. „Indem wir die beste Technologie aus dem Silicon Valley mit der besten Technologie aus dem Central Valley zusammenbringen, leisten wir wirklich etwas Besonderes für Kalifornien“, betonte N. Ross Buckenham, CEO von CalBio.

„Dieses ultrasaubere, mit Biogas betriebene System zur Selbsterzeugung von Strom in der Milchwirtschaft lässt sich für kleine und große Milchbetriebe anpassen. Wir freuen uns, dass wir nun ein groß angelegtes System vorführen können, das rund um die Uhr eine Grundlast von einem Megawatt erzeugen kann. Eines, das die Netzstabilität gewährleistet, die lokale Luftqualität erheblich verbessert und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen reduziert.“

Quelle: carscoops.com