Aus in 2035: Scheuer will Ende für fossile Verbrennungsmotoren – Schon seit längerem ist bekannt, dass die Tage des konventionellen Verbrennungsmotors nicht nur für PKW und Zweiräder gezählt sein sollen. In einem Zeitungsinterview offenbarte nun Bundesverkehrsminister Scheuer, dass er für ein Ende fossiler Verbrenner bis 2035 sei. Dieser Schritt stelle aber kein komplettes Auslaufen für konventionelle Motoren als solche dar.

Der CDU-Politiker sprach sich für ein Ende konventioneller Benzin- und Dieselmotoren bei Autos in den nächsten 15 Jahren aus: „Unser Ziel muss das Auslaufen des fossilen Verbrenners bis 2035 sein“, so Scheuer gegenüber der „Welt am Sonntag“. Völlig am Ende sei der Verbrenner damit aber nicht – der Verkehrsminister bezog sich mit dieser Aussage auf Synthetik-Kraftstoffe, es brauche allerdings den Druck durch den Gesetzgeber, um diese konkurrenzfähig zu machen:

„Wir müssen technologieoffen bleiben und gleichzeitig weiter strenge Klimaschutz-Vorgaben machen, damit die Anreize da sind, die nächsten 15 Jahre zu nutzen, um konkurrenzfähige, saubere Kraftstoffe für Verbrenner zu entwickeln“, betonte Scheuer. Mit seinen Aussagen stößt der Bundesverkehrsminister ins gleiche Horn wie sein CSU-Kollege und Parteichef Markus Söder. Bereits im Herbst 2020 hatte Söder sich für ein Zulassungsverbot für Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 starkgemacht.

Auch der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Die Grünen), hatte im September ein mögliches Ende für den Verbrennungsmotor bis 2035 in Aussicht gestellt. Keine Zustimmung bei Bundesverkehrsminister Scheuer findet hingegen die kurzfristige Verschärfung der Abgasvorschriften nach Euro-7-Norm. Ende 2021 will die EU-Kommission strenge neue Schadstoffgrenzen für Autos und Vans nach der neuen Norm festlegen. Diese soll 2025 in Kraft treten.

Scheuer, der betonte, dass Grenzwerte technisch erfüllbar bleiben müssten: „Das Verkehrsministerium wird sich bei der Euro-7-Debatte sehr ablehnend positionieren. Wir sollten uns auf die bestehenden Abgasvorschriften konzentrieren und keine Debatte über noch strengere Vorgaben führen.“

Quelle: tagesschau.de