Bei Audi stehen die Zeichen derzeit auf Sparkurs. Immerhin gilt es, rund 14 Milliarden Euro zusammenzukratzen, die bis Ende 2023 in Elektroautos, Digitalisierung und autonomes Fahren investiert werden wollen. Wie Audi-Chef Bram Schot anlässlich der vor kurzem stattgefundenen Hauptversammlung verkündete, wolle man sich „fokussieren“. Und dazu gehöre „auch das Weglassen. Den Audi TT zum Beispiel.“

Mit der Zielsetzung auf weniger Komplexität habe man das Portfolio durchkämmt und bereits ein Drittel der Motor-Getriebe-Kombinationen gestrichen. Immerhin hatte die Vielzahl an Modellen und Varianten nicht unwesentlich zu den Problemen beigetragen, die Audi bei der Umstellung auf die neue Abgasrichtlinie WLTP hatte.

Im Zuge dessen fällt auch der „Sportwagen R8“ der Schere zum Opfer, wenngleich Schot auf der anderen Seite eine neue Luxusvariante des hauseigenen Flaggschiffs ankündigte. Dies ist offensichtlich dem zweiten Fundament im Finanzplan geschuldet, welcher einen höheren Geschäftsanteil im oberen Premiumsegment vorsieht.

Die Spitze ist das Ziel

Laut Schot werde 2019 ein Jahr des Umbaus und des Übergangs für das Unternehmen, welches im vergangenen Jahr und auch im ersten Quartal des laufenden Jahres sinkende Zahlen in Sachen Verkäufe, Umsatz und Ergebnis zu verzeichnen hatte. Nichtsdestotrotz wolle man Audi „an die Spitze des Wandels im Premiumsegment führen“.

Das mit den drei Hybridmodellen A3, A6 und Q7 sowie dem vollelektrischen SUV e-tron im Vergleich zur Konkurrenz bislang kleinere Angebot an Elektroautos soll dazu in Kürze mit Plug-in-Hybriden auf Basis von A6, A7 und A8 erweitert werden. Bis 2030 will man den ewigen Rivalen Daimler und BMW schließlich mit mehr als 30 Modellen mit Elektroantrieb zeigen, wo der Strom-Hammer hängt – darunter 20 rein batteriegetriebene Wagen – und den Anteil elektrifizierter Wagen am weltweiten Absatz damit auf 40 Prozent hochschrauben.

Und auch in Sachen Klimaschutz wolle man eine Vorbildrolle einnehmen, dem aus Sicht der Unternehmensführung als Kaufargument immer mehr Gewicht beikommt. Um dem Rechnung zu tragen, sollen bis 2025 sämtliche Produktionsstandorte CO2-neutral arbeiten.

Quelle: t-online.de