Erinnerst du dich an den Gumpert Apollo? Sehr schnell, sehr hässlich, sehr vergänglich. Das ist das neue, absolut wütende Gesicht von Apollo. Es heißt Apollo Intensa Emozione, weil das auf Italienisch besser klingt als „Extremely Moody“ auf Englisch. TG hat einen Tag damit verbracht, sich um die neue Kreation zu kümmern – wir nennen sie einfach den IE.

Der Apollo IE ist limitiert auf zehn maßgeschneiderte Einheiten mit einem Preis von 2,3 Millionen Euro. Der Apollo IE ist ein einzigartiger, straßenzugelassener Supersportwagen, der Apollo in die Boutique-Exotica-Szene bringt. Nicht mehr mit Roland Gumpert verbunden, wurde das Unternehmen vom Hongkonger Geschäftsmann Norman Choi aufgekauft und neu gestaltet und er hat das, was er als „nostalgisches GT1-Rennauto für das 21. Jahrhundert“ beschreibt, geschaffen. Die im Video gezeigten Aufnahmen sind übrigens keine Computer-Renderings. Sowohl der riesige Aufsatzflügel als auch das am anderen Ende Steckende dieses Autos existieren tatsächlich in dieser Form und erzeugen ein ziemlich erschreckendes Geräusch.

1.250 Kilo treffen auf 759 Newtonmeter maximales Drehmoment und 780 PS aus einem freisaugenden 6,3-Liter-V12. Damit geht es innerhalb von 2,7 Sekunden gen Tempo 100. Die Verzögerung verantwortet eine Karbon-Keramik-Bremsanlage von Brembo. Die Gänge sortiert ein sequentielles pneumatisches Sechsgang-Getriebe von Hewland, wobei der erste Gang manuell eingelegt werden muss. Inklusive der Betätigung einer Kupplung. Laut Apollo lohnt sich dieses Getriebe schon allein wegen des Sounds der Schaltvorgänge.

Apollos Jungs halten sich ziemlich zurück, wenn man anfängt zu fragen, wo der Motor herkommt, besonders wenn man das F-Wort benutzt (nein, nicht DAS F-Wort). Laut „Top Gear“ ist der Motor mit dem F150-Projekt von Ferrari verwandt, wurde aber vom italienischen Entwicklungspartner Autotecnica Motori gründlich überarbeitet. Es gibt kein tanzendes Pferdebranding. Also denkt nicht, dies sei ein Ferrari-Motor.

Apollo hat ein junges Team zusammengestellt, um den IE zu schaffen. Norman Choi selbst ist gerade einmal 45, sieht aber halb so alt aus. Sein Chef-Aerodynamiker, der den gesamten Abtrieb mit rechnerischer Strömungsdynamik und ohne Windkanalzeit sortiert hat, ist 23. Der Chefdesigner ist ein 27-jähriger Brite.

Quelle: topgear.com