ADAC-Test: Sicherheitsgurte für alle Personengruppen getestet – Wie gut Sicherheitsgurte im Auto vor schwerwiegenden Verletzungen oder gar dem Unfalltod schützen, testet man schon so lange, wie sie in Autos verbaut wurden. Allerdings immer mit dem gleichen Verfahren, nämlich den bekannten Standard-Dummys beim Crashtest.

Und diese sind dabei stets „männlich“ und wiegen 77 Kilo. Bis jetzt, denn im neuen ADAC-Test wurden Sicherheitsgurte für alle möglichen Personengruppen getestet. Heißt: Dummies, die Männer wie Frauen, Dicke wie Dünne oder große und kleine Menschen repräsentieren.

Täglich immer noch rund zehn Verkehrstote

Auch wenn immer noch rund zehn Menschen täglich auf deutschen Straßen sterben, ist dennoch ein deutlicher Rückgang bezüglich der Verkehrstoten zu verzeichnen. Einen Teil dazu tragen immer mehr und verbesserte moderne Assistenten in den Autos bei. Doch der wichtigste Lebensretter bleibt nach wie vor der Sicherheitsgurt.

Allerdings gibt es zahlreiche Kritiker, die behaupten, dass Sicherheitssysteme wie Airbag und Gurt nicht das leisten, was maximal möglich sei. Das liege am besagten Standard-Dummy, dem 77 Kilogramm schweren Mann. Dabei ist es so immens wichtig, Faktoren wie Größe, Gewicht, oder Altersstufen mit einzubeziehen.

Schwere Verletzungen für Kopf, Brustkorb und den Bauchraum

Daher hat der ADAC die Rückhaltesysteme so intensiv und vielseitig wie noch nie in Augenschein genommen. Hierbei zeigt der Test, dass das Geschlecht keine Rolle bezüglich möglicher Unfallfolgen spielt. Das Alter hingegen schon, nimmt doch im Alter die Dichte der Knochen ab und Muskeln werden schwächer. Wichtige Faktoren bei einem Unfall, wenn der Sicherheitsgurt zum Einsatz kommt.

So zeigt der Test, dass Menschen über 60 Jahre vermehrt schwerere Verletzungen davontragen als Jüngere. Hierbei waren insbesondere Kopf, Brustkorb und der Bauchraum betroffen. Im ADAC-Test wurden zudem adaptive Rückhaltesysteme unter die Lupe genommen. Diese berechnen über Sensoren direkt die Wucht einer Kollision – inklusive aller Daten wie Größe und Gewicht der Fahrer und Beifahrer.

Nur bei drei Fahrer-Typen den bestmöglichen Schutz

Wie der Test zeigte, bietet dieses System nur bei drei Fahrer-Typen den bestmöglichen Schutz – kleine Frau, ältere Frau sowie durchschnittlicher Mann. Daher können größere und schwerere Fahrer nur durch Gurt und Airbags ausreichend geschützt werden. Laut ADAC würden weitere alternative Rückhaltesysteme wie Knie-Airbag oder mehrfache Gurtstraffung weitere Sicherheit bieten.

Quelle: t-online.de