Beim Kauf eines Kindersitzes sollten Eltern wachsam sein. Denn längst nicht alle Modelle bieten optimalen Schutz für das Kind, wie die erschreckenden Ergebnisse einer Testreihe des ADAC beweisen.

Von der Traditionsmarke „Römer“ fielen dabei gleich zwei Kindersitze mit der Note „Mangelhaft“ durch. „Ein Sitz versagt beim Frontaufprall, der andere hat viel zu hohe Schadstoffwerte“, urteilen die Experten. Vier von 15 getesteten Kindersitzen erhielten insgesamt die Note „Mangelhaft“.
Die Folgen sind teils fatal: Der Gurt schneidet in den Hals des Kindes, es wird beim Seitenaufprall in die Tür gedrückt oder im Crashtest reißt sogar die Verankerung des Sitzes. „Bei einem Sitz des Herstellers Axkid riss im Crashtest sogar die Isofix-Verankerung, bei einem Sitz von Nania wird das Kind beim Seitenaufprall ungeschützt an die Autotür gedrückt“, urteilen die Tester.

„So eine hohe Quote an mangelhaften Modellen hatten wir schon lange nicht mehr“, erkennt Testleiter Andreas Ratzek. Dabei wurden die Kindersitze auf verschiedenen Kriterien getestet. Die Punkte Sicherheit, Bedienung & Ergonomie, Schadstoffgehalt, Reinigung und Verarbeitung flossen in das Urteil mit ein. Folgende Kindersitze erhielten die Note „Gut“ und sind demnach empfehlenswert:

Klasse I (von etwa 1 bis 4 Jahren)
– Casualplay Q-Retraktor Fix
– Casualplay Q-Retraktor Fix & Support Leg (mit Stützfuß)

Klasse II/III (von etwa 4 bis 12 Jahren)
– Römer Kidfix XP SICT
– Recaro Monza Nova 2
– Storchenmühle Solar
– Recaro Monza Nova 2 Seatfix