Bundesweite Änderung beim Führerschein steht an – Ab dem 01. April 2021 tritt eine wichtige Änderung in Sachen Führerschein in Kraft. Zuvor galt: Wer seinen Führerschein in Deutschland mit einem Automatik-PKW gemacht hat, darf später auch nur einen solchen fahren. Künftig ist dies nicht mehr der Fall.

Wie „Auto Motor und Sport“ berichtete, ermöglicht ein explizit für Automatik-PKWs absolvierter Führerschein ab dem 01. April unter bestimmten Voraussetzungen nämlich auch das Führen von Autos mit Schaltgetriebe. Eine Anpassung, welche auf eine Initiative des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) zurückgeht, und die unter anderem zum Zweck hat, die Elektromobilität zu fördern.

Voraussetzung ist jedoch, dass Besitzer eines Automatik-Führerscheins nach der Grundausbildung mindestens zehn zusätzliche, 45-minütige Fahrstunden an einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe absolvieren, um anschließend ihre Fahrtauglichkeit in einer mindestens 15-minütigen Testfahrt zu erweisen.

Ein erfolgreicher Abschluss wird mit der Schlüsselzahl 197 im Führerschein vermerkt, welche das Führen von Fahrzeugen mit Schaltgetriebe erlaubt. 

Haben Automatik-Fahrer ihren Führerschein der Klasse B vor dem 1. April erworben, können diese somit nun auch nachträglich auf die hierzulande weit verbreiteten PKWs mit Schaltgetriebe upgraden.

Eine erneute Prüfung ist dazu nicht nötig. Der Inhaber muss der Fahrerlaubnisbehörde lediglich eine Bescheinigung der Fahrschule über die zusätzlichen Fahrstunden und die absolvierte Testfahrt vorlegen.

Im Falle aller anderen Führerschein-Klassen ist eine zusätzliche praktische Prüfung mit einem Schaltfahrzeug jedoch Pflicht.

Personen, die PKWs mit Schaltgetriebe aus medizinischen Gründen nicht führen dürfen – etwa wegen einer körperlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung – sind von der neuen Regelung ausgenommen. Ebenso motorisierte Zweiräder.

Quelle: focus.de