Der Traum von eigenen Lamborghini – viele Autoliebhaber hegen ihn, aber bei Autopreisen vom Gegenwert eines Eigenheims kommt man da nicht mal eben so ran. Schließlich kann man sich so einen italienischen Preisbullen nicht einfach zu Hause drucken, nicht wahr … hahaha … Das nervöse Lachen gibt es jedem Preis, der nicht schon die Überschrift gelesen hat. Man kann.

Besser gesagt: Ein Vater-Sohn-Duo tut genau das. Ein gewisser Sterling Backus und sein Filius spielten das Rennspiel „Forza Horizon 3“, als der Sohn seinem Vater erklärte, wie sehr er den Lamborghini Aventador liebt. Doch Sterling ist kein Multimillionär, sondern Physiker. Er beschloss also, das mangelnde Kleingeld durch vorhandenes Know-how auszugleichen – indem er sich den Aventador einfach selbst druckt.

Er eignete sich das nötige Wissen an und kaufte drei 3-D-Drucker auf Amazon

In einem Interview mit „Motor“ sagte Sterling dazu: „Eigentlich wollten wir den Wagen aus billigem Stahl bauen, doch nachdem wir sahen, wie weit der 3-D-Druck mittlerweile ist, entschieden wir uns, das Auto stattdessen zu drucken.“ Sterling druckt einzelne Karosserie-Platten, die er dann mit Carbonfaserkevlar ummantelt und schließlich vakuumversiegelt.

Sterling Backus: „Ich hatte noch keine Erfahrung im 3-D-Druck oder in der Verkapselung der Teile. Die Verkapselung basierte auf Skinning-Techniken, die ich auf YouTube gesehen habe. Da es sich um ein einmaliges Projekt handeln wird, war es sinnvoll, die Teile zu verkapseln, und es fügt dem Ganzen auch einige schalldämpfende Eigenschaften hinzu. Ich improvisiere sozusagen.“

Das Chassis gestaltete er selbst

Der Motor ist ein LS1 V8 und stammt aus einer Chevrolet Corvette von 2003. Um dem Ganzen mehr Power zu verleihen und dem Leistungsprofil des echten Aventador näher zu kommen, fügte Sterling zwei Turbolader hinzu. 29.000 US-Dollar (umgerechnet 25.750 Euro) kostet Sterling Backus das Projekt, unter anderem, weil er bestimmte Teile nicht selbst drucken kann.

Hier ist er auf Original-Ersatzteile von Lamborghini angewiesen, etwa Türfenster, Rückspiegel, das Glas der Außenspiegel, Blinker, Türgriffe sowie Scheibenwischer. Doch selbst mit einigen Originalteilen bleibt das Projekt eine atemberaubende handwerkliche Leistung eines Vaters für seinen Sohn, vor der man nur den Hut ziehen kann. Wir sind gespannt, was der Wagen hermacht, wenn er fertig ist.

Quelle: ladbible.com