Blitzer. Wer kennt – und hasst – sie nicht? Man muss kein idiotischer Raser sein, um eine Abneigung gegen die Teile zu verspüren. Hat man auch als regeltreuer Autofahrer einmal nicht aufgepasst – BLITZ, der Fiskus langt einem in die Tasche. Doch Blitzer ist nicht gleich Blitzer: Die erbarmungslosteste und lukrativste Maschine ist knapp über ein halbes Jahr alt, und hat 2017 bereits unglaubliche 1,13 Millionen ins Saatssäckel gespült.

Am 30. Mai 2017 wurde der gnadenlose Kamerad aufgestellt. In 180 Tagen sorgte dieser Blitz-Dauerarbeiter für knapp 50.000 Anzeigen, 49.881, um präzise zu sein. Ebenso präzise berechnet sind das satte 6.278 Euro an Strafgebühren, die dieses Dauergewitter (Blitzer reicht hier als Bezeichnung nicht…) für die Staatskasse umsetzt. An jedem Tag, rund um die Uhr. Bleibt dem verblüfften Fahrer nur eine Frage:

Von welcher Gegend muss ich mich fernhalten bzw. muss dort Strich 50 Fahren, um diesem Blitzmonster zu entgehen? Die Antwort: In Hamburg, genauer, im Industriegebiet Waltershof, steht das Ding. An der Finkenwerder Straße. Wer dort die Autobahn verlässt und sich an die Tempo-60-Schilder hält, ist dennoch nicht gefeit. Denn nur knapp 60 Meter vor dem Blitzer des Grauens kommt ein Tempo-50-Schild – da bleibt also kaum Zeit, vom Gas zu gehen.

Illegal ist das Aufstellen einer solch ungerecht platzierten Maschine freilich nicht – in Hamburg, NRW sowie dem Saarland ist es zulässig, Radarfallen auch ohne Mindestabstand zum Schild zu platzieren…

Quelle: abendblatt.de